Uncategorized - posted on März 20, 2016 by

Das Beste kommt zum Schluss – der letzte Tag

Manche Klischees haben halt doch Bestand. „Das Beste kommt zum Schluss“ oder „Porschefahrer haben einen kleinen Schwanz.“ Dabei fahren die meisten von uns gar keinen Porsche. Spaß beiseite, unsere Penisse sind natürlich enorm. Nun gut.

Die Geschichte der vier Haudegen (+Spiderman) aus dem Schwarzwald, die auszogen um ihrer Bestimmung nachzugehen, endet in einem Happyend wie nach Drehbuch.

Six-Four-Les-Plages! Alleine der Ort an sich ist schon märchenhaft. Wie in der Karibik. Nur im Winter. Fantastisch!

Wir wollten eigentlich nichts mehr über das Essen schreiben, aber auch dieses Detail ist einfach zu perfekt um es unerwähnt zu lassen. Was für ein Catering Buffet! Wow!

Man merkt wir sind immer noch ziemlich „high“ und kommen aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Aber sorry, that’s the fucking truth. Der letzte Abend der Tour in Six Four hat einfach alles in den Schatten gestellt. Was für ein mega Konzertsaal, was für eine riesen Bühne, was für ein Sound, was für ein Publikum!!!

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Johnny On-The-Spot in absoluter Bestform. Die Show ist mittlerweile bis in die Haarspitzen durchgestylt. Wir ballern die Rock’n’Roll Patronen wie ein Trommelfeuer durch den Saal und das Publikum dreht total am Rad. Herrschaftszeiten! Was für ein Abend! Unnötig zu erwähnen dass auch die Verkäufe im Nachgang entsprechend explodieren. Meine Fresse…

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Ok, durchatmen.

Die schlechte Nachricht ist: Die Tour ist vorbei. Vorerst.

Die gute Nachricht: nach der Tour ist vor der Tour! Wer hätte gedacht, dass man in Frankreich und Spanien ein Publikum mit deutschsprachigem Rock’n’Roll begeistern kann?! Das klingt für die meisten dort wie chinesisch. Und selbst wir würden uns bei chinesischem Rock’n’Roll vermutlich etwas schwer tun.

Lirum larum. Die Mission ist höchst erfolgreich beendet. Frankreich ist der Hammer! Spanien auch.

Jetzt heißt es aber erstmal ab nach Hause. Nächste Woche steht Hamburg auf dem Plan.

Vielen Dank an Nashville Pussy für die geile Zeit! It was a big honor touring with you guys!

Johnny On-The-Spot @ Europa: Es lebt!

As long as you are alive and we are alive, Rock’n’Roll will never die!

Au revoir! Adiós!

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Uncategorized - posted on März 19, 2016 by

Barceloooooonaaaa – Tag 9

Mit höchster Spannung und Vorfreude wurde nun die vorletzte Etappe angesteuert. Barcelona. Wie das schon klingt. Barcelona. Weltstadt. Die Stadt in der man lieber nicht alleine am Strand aufwacht und Lionel Messis schönste Tore in den Kneipen in Dauerschleife laufen. Witzig.

Das Konzertindustriegebäude Razzmatazz bietet allerhand. Mehrere Etagen, verschiedenste Saalgrößen, Diskotheken, Raucherbereiche über den Dächern Barcelonas. Beeindruckend.

Als Backstageraum dient ein kompletter Diskothekenbereich mit Glasfassade. Blick auf die Sagrada Familia. Nicht schlecht will man meinen. Allerdings sind die sanitären Standards auf einem sehr bescheidenen Niveau. Dafür gibt es von uns nur einen halben Stern. Vermutlich sind wir mittlerweile auch viel zu verwöhnt. Mag sein.

Wir konnten mit Nashville Pussy und dem Tourmanager vereinbaren, die geplante Spielzeit etwas nach hinten zu verlegen. Die Wahrscheinlichkeit tatsächlich auch vor Publikum zu spielen sollte sich dadurch etwas erhöhen. Und siehe da: Volle Bude. Jackpot!

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Stagetime! Ab auf die Bühne. Nicht so einfach. Wir fühlen uns ein wenig wie Spinal Tap als wir vom Backstagebereich durch das Industrielabyrinth zur Bühne irren. Lurchi zündet das Opening-Riff und ab geht die Party. Bombenstimmung. Knackiger Sound. Laut. Sehr laut. Zweiter Song: Proud to be loud. Passt. Große und schwere Typen in Bikerkutten in bester Headbangmanier. Reizende, zierliche spanische Senoritas mit temperamentvollem Hüftschwung. So muss es sein.

Unser Spanientrauma ist kuriert. Zack, Stempel drunter.IMG_3716

Kleine witzige Anekdote zum Schluss: Das Hotel liegt in der wunderschönen Kleinstadt Premiá de Mar direkt am Mittelmeer. Aus Budgetgründen schläft die eine Hälfte der Band die komplette Tournee im Hotel, die andere Hälfte standesgemäß im Tourbus. Als wir am Hotel für eine kurze Zigarettenpause anhalten, macht sich der Bus urplötzlich auf Parkplatzsuche. Blöd nur, dass diejenigen, die im Bus pennen sollten jetzt am Hotel stehen und diejenigen, die das Hotel-Los gezogen haben im Bus um die Blöcke ziehen um einen angemessenen Parkplatz zu finden. Mit einstündiger Verzögerung und hochkomplexen logistischen Prozessen haben wir es dann aber doch noch hinbekommen. Feierabendbier um 03:00 nachts, im Hintergrund Meeresrauschen. Wie romantisch.

Mit einer kleinen Träne im Knopfloch verabschieden wir uns von dem kurzen Spanienintermezzo und treten die 5,5 Std. Reise zur letzten Runde an: Six-Fours les Plages. Der Blick aufs Meer heute morgen als wir die Bustür aufmachen entschädigt ein wenig. Sowas gibt’s im Schwarzwald dann halt doch selten.

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Uncategorized - posted on März 18, 2016 by

Der frühe Vogel fängt den Wurm – aber eben auch nur den frühen Wurm – Tag 8

Es lief doch insgesamt alles zu glatt und zu gut bisher. Irgendwann musste der Dämpfer ja noch kommen. Und endlich ist es soweit gewesen. Endlich haben wir auch mal die möglichen Negativeffekten erfahren, die sich als Opener auf so einer Tour bieten können. Im Endeffekt halb so tragisch, aber alles der Reihe nach.

Andere Länder andere Sitten, so sagt man. Und so begibt sich der Spanier an sich anscheinend nicht vor 21 Uhr in Konzertsäle. So schön ausgestattet sie auch sein mögen. Und das “Jimmy Jazz” ist nun wirklich ein Hingucker. Mein lieber Herr Verwalter. Mit Sicherheit einer des edelsten Locations bisher. Und so hat man als Supportband und als Opener des Abends eben das Nachsehen, wenn die Spielzeit zwischen 08:20 und 21:00 Uhr liegt. Mit unserem Schlussakkord strömen die Massen so langsam durch die Tür. Sie bekommen also noch gerade so mit, wie wir das Equipment von der Bühne reißen und den Schweiß und das Bier vom Boden wischen. Schade drum. Eine Erfahrung die aber wohl nicht nur wir zum ersten mal gemacht haben. Toma, der Tourmanager schien ebenso überrascht. Nun gut, so sei es.

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So GANZ in den leeren Raum haben wir ja nun auch nicht spielen müssen. Immerhin waren zwischenzeitlich an die 20 Leutchen zusammengekommen. Und das Thekenpersonal natürlich nicht zu vergessen. Und so bleibt unterm Strich gemessen an Anzahl der Leute, des Applauses und der Verkäufe doch noch ein Rekord zu vermelden. Allerdings rein statistisch gesehen.

Nichts desto trotz: Muchas gracias Vitoria!

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Gigs, Music - posted on März 17, 2016 by

Kontrastprogramm in Parthenay – Tag 7

Raus aus der 2.3 Mio Menschen Weltmetropole Paris und rein in das 10.000 Seelenstädtchen Parthenay. Krasser könnten die Unterschiede nicht sein. Da unser Budget natürlich äußerst begrenzt ist, wird für die Fahrt an der überteuerten Maut gespart. Wir nutzen also die Überlandstraßen. Landschaftlich reizvolle Landschaften. Die kleinen malerischen Örtchen die wir passieren, erinnern ein wenig an das Auenland. Zum Großteil allerdings auch an Geisterstädte. Und so ist dann auch der erste Eindruck als wir nach 6 Stunden Fahrt am Club “Le Diff’art” ankommen. Eine Art Scheune in der tiefsten Provinz. Sind wir hier richtig? Ernsthaft jetzt?! Hmmm…naja, diese Booker werden wissen was sie da tun.

Wir werden herzlichst empfangen, tolle Leute die Parthenaysen. Nettes verträumtes Örtchen eben. Hier kennt man sich. Hier sagen sich Fuchs und Hase noch Gute Nacht. Unsere Erwartungen an den Gig sind zugegebenermaßen nicht allzu hoch. Hier gibt’s doch keine Menschen. Wer kommt denn da Bitteschön auf ein Konzert? Wir sollten uns noch nie so getäuscht haben.

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Haijdewitzka, kann dieses Landvolk abgehen. Hier scheint eine ungeahnte Rock’n’Roll Seele zu schlummern. Deutsche Texte werden lautstark mitgesungen, die Hände in die Luft gerissen, Sprechchöre schallen durch das Gemäuer! Fantastisch! Die Show platziert sich sicher unter den Top 3 der bisherigen Tour. Da ist es dann auch scheißegal, dass Tim sich beim Sprung auf einen Boxenturm fast selber massakriert, oder Julian vor dem allerletzten Abschlag kurzerhand sein Hihat auseinander baut. Wir schieben noch eine Zugabe hinterher, die Menge jubelt, wir triefen vor Schweiß. Hinterher erreichen wir auch am Merchstand unvermuteterweise wieder einen Verkaufsrekord. Na also, geht doch!

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Zu guter Letzt holt uns dann aber doch ein wenig die Provinz ein. Der Schlüssel zum Hotelzimmer passt nicht und wir sind für einen kurzen Moment etwas ratlos, da hier um 2:30 Uhr weit und breit keine Menschenseele zu erreichen ist. Tja, irgendwas ist halt immer. Aber wer wird denn schon jammern. Der Rock’n’Roll hat gepasst. Das ist die Hauptsache. Deshalb sind wir hier.

Au revoir Parthenay! Spanien, wir kommen

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Uncategorized - posted on März 16, 2016 by

Two nights in Paris – Tag 5 & 6

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Was war das denn bitte??! Zwei Tage in der Hauptstadt Frankreichs und die Geschehnisse eskalieren. Aber eins nach dem anderen…

Der erste Tag ist schnell erzählt. Offday. Endlich mal ein bisschen Ruhe und Zeit zur Regeneration…braucht kein Mensch! Wir halten fest: Wir hassen Offdays. So.

Darüber hinaus bleibt auch festzuhalten, dass es in vielen Ecken von Paris, insbesondere unmittelbar vor dem Club “Le Glazart”, intensivst nach Pisse stinkt. Hat uns ein wenig an Berlin erinnert. Egal.

Der Club an sich ist ziemlich nice, knapp 600 Leute passen rein. Knapp 600 waren auch da.

Wir starten die Show um 19:45 Uhr. Ziemlich früh also, doch die Bude brennt ab dem ersten Akkord! Das Publikum ist voll da und saugt uns auf wie ein Schwamm. Wir steigern uns gemeinsam in Exstase. Unfassbar gut diese Pariser. Im Wahn nimmt Lurchi seine erste Bierdusche. Junge Pariserinnen gröhlen lautstark unsere Texte mit und die Verkäufe am Merchstand erreichen ein Rekordhoch.

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Was kann denn jetzt noch bitte kommen?? Höchstens ein Wunder…und JA! Am Merchstand berichtet uns einer unserer neuen Fans, dass sie aufgrund einer Muskelerkrankung ursprünglich im Rollstuhl saß. Doch unsere Show hat sie geheilt! Zumindest hat Herr Zigarre ihr Französisch so übersetzt. Wir glauben ihm.

Eine kleine Anekdote zum Schluss: Als der Tourmanager beim Nashville Pussy Gig im Anschluss auf die Bühne eilt, um einen penetranten Fan hinabzubegleiten, wird er von Ruyter kurzerhand von der Bühne gestoßen mit den Worten: GET OFF! …sie hatte ihn nicht erkannt und auch für einen Störenfried gehalten. Wir haben uns kaputt gelacht. Es war ihr bis zum Schluss nicht klar, bis wir sie darüber aufklärten. Herrlich.

Insgesamt ein abgefahrener Abend. Geradezu perfekt eigentlich. Das einzige was wir bedauern: Wir haben die Hälfte der Tour erreicht. Verdammte scheiße, manche Sachen sollten nie enden…

Ciao Paris, du geile Sau!

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