Uncategorized - posted on März 18, 2016 by

Der frühe Vogel fängt den Wurm – aber eben auch nur den frühen Wurm – Tag 8

Es lief doch insgesamt alles zu glatt und zu gut bisher. Irgendwann musste der Dämpfer ja noch kommen. Und endlich ist es soweit gewesen. Endlich haben wir auch mal die möglichen Negativeffekten erfahren, die sich als Opener auf so einer Tour bieten können. Im Endeffekt halb so tragisch, aber alles der Reihe nach.

Andere Länder andere Sitten, so sagt man. Und so begibt sich der Spanier an sich anscheinend nicht vor 21 Uhr in Konzertsäle. So schön ausgestattet sie auch sein mögen. Und das “Jimmy Jazz” ist nun wirklich ein Hingucker. Mein lieber Herr Verwalter. Mit Sicherheit einer des edelsten Locations bisher. Und so hat man als Supportband und als Opener des Abends eben das Nachsehen, wenn die Spielzeit zwischen 08:20 und 21:00 Uhr liegt. Mit unserem Schlussakkord strömen die Massen so langsam durch die Tür. Sie bekommen also noch gerade so mit, wie wir das Equipment von der Bühne reißen und den Schweiß und das Bier vom Boden wischen. Schade drum. Eine Erfahrung die aber wohl nicht nur wir zum ersten mal gemacht haben. Toma, der Tourmanager schien ebenso überrascht. Nun gut, so sei es.

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So GANZ in den leeren Raum haben wir ja nun auch nicht spielen müssen. Immerhin waren zwischenzeitlich an die 20 Leutchen zusammengekommen. Und das Thekenpersonal natürlich nicht zu vergessen. Und so bleibt unterm Strich gemessen an Anzahl der Leute, des Applauses und der Verkäufe doch noch ein Rekord zu vermelden. Allerdings rein statistisch gesehen.

Nichts desto trotz: Muchas gracias Vitoria!

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Gigs, Music - posted on März 17, 2016 by

Kontrastprogramm in Parthenay – Tag 7

Raus aus der 2.3 Mio Menschen Weltmetropole Paris und rein in das 10.000 Seelenstädtchen Parthenay. Krasser könnten die Unterschiede nicht sein. Da unser Budget natürlich äußerst begrenzt ist, wird für die Fahrt an der überteuerten Maut gespart. Wir nutzen also die Überlandstraßen. Landschaftlich reizvolle Landschaften. Die kleinen malerischen Örtchen die wir passieren, erinnern ein wenig an das Auenland. Zum Großteil allerdings auch an Geisterstädte. Und so ist dann auch der erste Eindruck als wir nach 6 Stunden Fahrt am Club “Le Diff’art” ankommen. Eine Art Scheune in der tiefsten Provinz. Sind wir hier richtig? Ernsthaft jetzt?! Hmmm…naja, diese Booker werden wissen was sie da tun.

Wir werden herzlichst empfangen, tolle Leute die Parthenaysen. Nettes verträumtes Örtchen eben. Hier kennt man sich. Hier sagen sich Fuchs und Hase noch Gute Nacht. Unsere Erwartungen an den Gig sind zugegebenermaßen nicht allzu hoch. Hier gibt’s doch keine Menschen. Wer kommt denn da Bitteschön auf ein Konzert? Wir sollten uns noch nie so getäuscht haben.

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Haijdewitzka, kann dieses Landvolk abgehen. Hier scheint eine ungeahnte Rock’n’Roll Seele zu schlummern. Deutsche Texte werden lautstark mitgesungen, die Hände in die Luft gerissen, Sprechchöre schallen durch das Gemäuer! Fantastisch! Die Show platziert sich sicher unter den Top 3 der bisherigen Tour. Da ist es dann auch scheißegal, dass Tim sich beim Sprung auf einen Boxenturm fast selber massakriert, oder Julian vor dem allerletzten Abschlag kurzerhand sein Hihat auseinander baut. Wir schieben noch eine Zugabe hinterher, die Menge jubelt, wir triefen vor Schweiß. Hinterher erreichen wir auch am Merchstand unvermuteterweise wieder einen Verkaufsrekord. Na also, geht doch!

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Zu guter Letzt holt uns dann aber doch ein wenig die Provinz ein. Der Schlüssel zum Hotelzimmer passt nicht und wir sind für einen kurzen Moment etwas ratlos, da hier um 2:30 Uhr weit und breit keine Menschenseele zu erreichen ist. Tja, irgendwas ist halt immer. Aber wer wird denn schon jammern. Der Rock’n’Roll hat gepasst. Das ist die Hauptsache. Deshalb sind wir hier.

Au revoir Parthenay! Spanien, wir kommen

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Uncategorized - posted on März 16, 2016 by

Two nights in Paris – Tag 5 & 6

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Was war das denn bitte??! Zwei Tage in der Hauptstadt Frankreichs und die Geschehnisse eskalieren. Aber eins nach dem anderen…

Der erste Tag ist schnell erzählt. Offday. Endlich mal ein bisschen Ruhe und Zeit zur Regeneration…braucht kein Mensch! Wir halten fest: Wir hassen Offdays. So.

Darüber hinaus bleibt auch festzuhalten, dass es in vielen Ecken von Paris, insbesondere unmittelbar vor dem Club “Le Glazart”, intensivst nach Pisse stinkt. Hat uns ein wenig an Berlin erinnert. Egal.

Der Club an sich ist ziemlich nice, knapp 600 Leute passen rein. Knapp 600 waren auch da.

Wir starten die Show um 19:45 Uhr. Ziemlich früh also, doch die Bude brennt ab dem ersten Akkord! Das Publikum ist voll da und saugt uns auf wie ein Schwamm. Wir steigern uns gemeinsam in Exstase. Unfassbar gut diese Pariser. Im Wahn nimmt Lurchi seine erste Bierdusche. Junge Pariserinnen gröhlen lautstark unsere Texte mit und die Verkäufe am Merchstand erreichen ein Rekordhoch.

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Was kann denn jetzt noch bitte kommen?? Höchstens ein Wunder…und JA! Am Merchstand berichtet uns einer unserer neuen Fans, dass sie aufgrund einer Muskelerkrankung ursprünglich im Rollstuhl saß. Doch unsere Show hat sie geheilt! Zumindest hat Herr Zigarre ihr Französisch so übersetzt. Wir glauben ihm.

Eine kleine Anekdote zum Schluss: Als der Tourmanager beim Nashville Pussy Gig im Anschluss auf die Bühne eilt, um einen penetranten Fan hinabzubegleiten, wird er von Ruyter kurzerhand von der Bühne gestoßen mit den Worten: GET OFF! …sie hatte ihn nicht erkannt und auch für einen Störenfried gehalten. Wir haben uns kaputt gelacht. Es war ihr bis zum Schluss nicht klar, bis wir sie darüber aufklärten. Herrlich.

Insgesamt ein abgefahrener Abend. Geradezu perfekt eigentlich. Das einzige was wir bedauern: Wir haben die Hälfte der Tour erreicht. Verdammte scheiße, manche Sachen sollten nie enden…

Ciao Paris, du geile Sau!

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Uncategorized - posted on März 14, 2016 by

Intim in Nantes! Tag 4

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Holla die Waldfee! Ab nach Nantes an die Uferpromenade der Loire und rein ins “Le Ferrailleur”. Zur Abwechslung ein etwas engerer Club mit Fassungsvermögen von knapp 300 Leuten. Ausverkauft. Bäämmm! Eng, heiß, die Luft zum Schneiden. Exzellenter Nährboden für eine exzessive Rock’n’Roll Party. Yes! Und so geht es auch zur Sache. Ab durch die Wand, das Publikum hat kaum Pause zum Verschnaufen. Wir halten das Gaspedal durchgedrückt und das Tempo hoch. Dass Nashville Pussy die Lautstärkebegrenzung bereits beim Soundcheck um 10 dB überschreiten kommentiert Blaine Cartwright mit einem Fingerzeig auf uns nur mit: “I don’t care. These guys are even louder than us.”

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Mittlerweile sind die Shows und das Land so in uns aufgesogen, dass Herr Zigarre seine mickrigen Französischkenntnisse so aufgepäppelt hat, dass das Publikum bei den Ansagen tatsächlich vermutet wir seien Franzosen. Zumindest nach dem ersten Satz. Beim zweiten ist diese Illusion wieder dahin.

Insgesamt ein extraklasse Abend. Krönender Abschluss mit Nashville Pussy und Bier in der Hotellobby. Im Hintergrund läuft ein französischer Softporno. Andere Länder, andere Sitten. Morgen geht’s nach Paris, die Stadt der Liebe. Passt ja.

Vielen Dank Nantes!

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Uncategorized - posted on März 13, 2016 by

Ab in die Bretagne! Tag 3

Wir verlassen die Normandie und begeben uns auf direktem Wege in die Bretagne. “L’Étage” soll das neue Ziel der Begierde heißen. Wir vermuten dass der Name daher rührt, da man um auf die Bühne zu gelangen mit einem Fahrstuhl in die erste Etage fahren muss. Ganz schön gewitzt diese Marketingfuzzis.

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Zum Catering gab es dann eine Spezialität der Region: Bratwurst im Crépes. Diese ausgeklügelte Mahlzeit ähnelt tatsächlich der deutschen Variante Bratwurst im Brötchen ungemein. Wer jetzt da von wem abgeschrieben hat, konnte nicht final geklärt werden. Ist ja auch wurst…was für ein Wortspiel. Geschmeckt hat’s in jedem Fall exzellent!

Nun ja, zur Sache: Das Konzert vor den 400-500 Zuschauern war noch mal eine Ecke fetter und intensiver als die Runde in Saint-Lo. Ist aber eigentlich auch selbstredend, da wir so langsam in Fahrt kommen und mit jedem Gig an Routine zulegen. Außerdem wird jede Show im Nachhinein haarklein und detailliert analysiert und optimiert. Weil das ja klar ist. Wir fragen uns allerdings wie gut man eigentlich noch werden kann. Wie weit soll das denn um Himmelswillen noch gesteigert werden?! 😉

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Einen Wermutstropfen haben wir dennoch zu vermelden: Unser Spiderman wird zunehmend von Männern UND Frauen sexuell belästigt. So sagt er. Allerdings sind es vornehmlich Männer, die ihn entweder leidenschaftlich küssen, in den Arsch kneifen oder andeuten ihm zur Hand zu gehen…wenn ihr versteht.

Dabei nehmen sie fälschlicherweise an er würde das nicht bemerken. Ist natürlich quatsch. Spiderman sieht alles und kommentiert dies auch energisch mithilfe ausfallender Gesichtsmimiken die unter der Maske leider nicht zu erkennen sind. Hmm…schade.

Das war Rennes. Wir hatten auf jedenfall ordentlich Spaß und kommen gerne wieder!

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