Uncategorized - posted on März 19, 2016 by

Barceloooooonaaaa – Tag 9

Mit höchster Spannung und Vorfreude wurde nun die vorletzte Etappe angesteuert. Barcelona. Wie das schon klingt. Barcelona. Weltstadt. Die Stadt in der man lieber nicht alleine am Strand aufwacht und Lionel Messis schönste Tore in den Kneipen in Dauerschleife laufen. Witzig.

Das Konzertindustriegebäude Razzmatazz bietet allerhand. Mehrere Etagen, verschiedenste Saalgrößen, Diskotheken, Raucherbereiche über den Dächern Barcelonas. Beeindruckend.

Als Backstageraum dient ein kompletter Diskothekenbereich mit Glasfassade. Blick auf die Sagrada Familia. Nicht schlecht will man meinen. Allerdings sind die sanitären Standards auf einem sehr bescheidenen Niveau. Dafür gibt es von uns nur einen halben Stern. Vermutlich sind wir mittlerweile auch viel zu verwöhnt. Mag sein.

Wir konnten mit Nashville Pussy und dem Tourmanager vereinbaren, die geplante Spielzeit etwas nach hinten zu verlegen. Die Wahrscheinlichkeit tatsächlich auch vor Publikum zu spielen sollte sich dadurch etwas erhöhen. Und siehe da: Volle Bude. Jackpot!

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Stagetime! Ab auf die Bühne. Nicht so einfach. Wir fühlen uns ein wenig wie Spinal Tap als wir vom Backstagebereich durch das Industrielabyrinth zur Bühne irren. Lurchi zündet das Opening-Riff und ab geht die Party. Bombenstimmung. Knackiger Sound. Laut. Sehr laut. Zweiter Song: Proud to be loud. Passt. Große und schwere Typen in Bikerkutten in bester Headbangmanier. Reizende, zierliche spanische Senoritas mit temperamentvollem Hüftschwung. So muss es sein.

Unser Spanientrauma ist kuriert. Zack, Stempel drunter.IMG_3716

Kleine witzige Anekdote zum Schluss: Das Hotel liegt in der wunderschönen Kleinstadt Premiá de Mar direkt am Mittelmeer. Aus Budgetgründen schläft die eine Hälfte der Band die komplette Tournee im Hotel, die andere Hälfte standesgemäß im Tourbus. Als wir am Hotel für eine kurze Zigarettenpause anhalten, macht sich der Bus urplötzlich auf Parkplatzsuche. Blöd nur, dass diejenigen, die im Bus pennen sollten jetzt am Hotel stehen und diejenigen, die das Hotel-Los gezogen haben im Bus um die Blöcke ziehen um einen angemessenen Parkplatz zu finden. Mit einstündiger Verzögerung und hochkomplexen logistischen Prozessen haben wir es dann aber doch noch hinbekommen. Feierabendbier um 03:00 nachts, im Hintergrund Meeresrauschen. Wie romantisch.

Mit einer kleinen Träne im Knopfloch verabschieden wir uns von dem kurzen Spanienintermezzo und treten die 5,5 Std. Reise zur letzten Runde an: Six-Fours les Plages. Der Blick aufs Meer heute morgen als wir die Bustür aufmachen entschädigt ein wenig. Sowas gibt’s im Schwarzwald dann halt doch selten.

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