Gigs, Music - posted on März 17, 2016 by

Kontrastprogramm in Parthenay – Tag 7

Raus aus der 2.3 Mio Menschen Weltmetropole Paris und rein in das 10.000 Seelenstädtchen Parthenay. Krasser könnten die Unterschiede nicht sein. Da unser Budget natürlich äußerst begrenzt ist, wird für die Fahrt an der überteuerten Maut gespart. Wir nutzen also die Überlandstraßen. Landschaftlich reizvolle Landschaften. Die kleinen malerischen Örtchen die wir passieren, erinnern ein wenig an das Auenland. Zum Großteil allerdings auch an Geisterstädte. Und so ist dann auch der erste Eindruck als wir nach 6 Stunden Fahrt am Club “Le Diff’art” ankommen. Eine Art Scheune in der tiefsten Provinz. Sind wir hier richtig? Ernsthaft jetzt?! Hmmm…naja, diese Booker werden wissen was sie da tun.

Wir werden herzlichst empfangen, tolle Leute die Parthenaysen. Nettes verträumtes Örtchen eben. Hier kennt man sich. Hier sagen sich Fuchs und Hase noch Gute Nacht. Unsere Erwartungen an den Gig sind zugegebenermaßen nicht allzu hoch. Hier gibt’s doch keine Menschen. Wer kommt denn da Bitteschön auf ein Konzert? Wir sollten uns noch nie so getäuscht haben.

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Haijdewitzka, kann dieses Landvolk abgehen. Hier scheint eine ungeahnte Rock’n’Roll Seele zu schlummern. Deutsche Texte werden lautstark mitgesungen, die Hände in die Luft gerissen, Sprechchöre schallen durch das Gemäuer! Fantastisch! Die Show platziert sich sicher unter den Top 3 der bisherigen Tour. Da ist es dann auch scheißegal, dass Tim sich beim Sprung auf einen Boxenturm fast selber massakriert, oder Julian vor dem allerletzten Abschlag kurzerhand sein Hihat auseinander baut. Wir schieben noch eine Zugabe hinterher, die Menge jubelt, wir triefen vor Schweiß. Hinterher erreichen wir auch am Merchstand unvermuteterweise wieder einen Verkaufsrekord. Na also, geht doch!

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Zu guter Letzt holt uns dann aber doch ein wenig die Provinz ein. Der Schlüssel zum Hotelzimmer passt nicht und wir sind für einen kurzen Moment etwas ratlos, da hier um 2:30 Uhr weit und breit keine Menschenseele zu erreichen ist. Tja, irgendwas ist halt immer. Aber wer wird denn schon jammern. Der Rock’n’Roll hat gepasst. Das ist die Hauptsache. Deshalb sind wir hier.

Au revoir Parthenay! Spanien, wir kommen