Gigs, Music - posted on März 12, 2016 by

Konzertauftakt! Oder: Es ist einfach schön mit Profis zu arbeiten – Tag 2

IMG_2279

Tja, was soll man sagen? Das hat schon etwas für sich wenn für alles gesorgt wird und jeder weiß was er tut. Ankunft im Club Le Normandy: Eigene Loge, feines Catering, getakteter Zeitplan.

Zum Catering gibt es zu sagen, dass es in Frankreich wohl Usus ist mehrere Gänge zu servieren. Unkultivierte deutsche Amateure neigen angesichts dieses Unwissens dazu, sich mit den Startern bereits den Wamst vollzuhauen, um dann mit großen Augen festzustellen: Oh, da kommt der Hauptgang. Nun ja, es ist nunmal ein Lernprozess. Somit kann der Punkt französisches Catering auf dem Weg zur Band von Welt auch abgehakt werden. Super bedientes Klischée übrigens: Der Rotwein auf dem Mittagstisch. Muss dann natürlich verköstigt werden.
Zum Wesentlichen: ENDLICH! ausreichend große Bühnen, sodass die bewegungsfreudigen Akteure auch mal genug Auslauf bekommen. Vom Sound brauchen wir nicht reden. Das ist natürlich aller erste SahneIMG_2461

Beim Anblick der 400-500 Zuschauer im Konzertsaal, macht sich beim ein oder anderen vor der Show dann doch ein wenig Nervosität breit, die aber logischerweise nach dem ersten Takt vollends weggeblasen ist und der Rock’n’Roll-Sturm seinen Lauf nehmen kann. Das französische Publikum ist sichtlich angetan, der Applaus heizt die Atmosphäre auf und wir legen noch einen drauf. Großartig!IMG_2502
Es ist doch einfach schön festzustellen, dass Rock’n’Roll sprachen-, und länderübergreifend verbindet, zusammenschweißt und wieder zeigt, dass wir im Grunde alle Brüder sind: Liberté, Égalité, Fraternité. Das trifft es doch ganz gut.
Und so wird man dann auch von einem großen, bärtigen, schweren und gefährlich anmaßenden Typen nach der Show liebevoll in den Arm genommen mit den Worten: Bienvenue à France – mit Schmatzer auf die Wange. Ja, wir sind angekommen. Merci beaucoup Saint-Lô!